Eisenhut

Der Eisenhut ist eine attraktive Erscheinung im Blumenbeet. Aber Vorsicht: Eisenhut-Arten gehören zu den giftigsten Pflanzen in unseren Breitengraden. Erfahren Sie hier mehr Informationen!

Botanischer Name: Aconitum

Gattung: Eisenhut

Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (bot. Ranunculaceae)

Vorkommen: Sibirien, Europa, Asien, Amerika

Seine botanische Bezeichnung Aconitum napellus, stammt von dem Namen eines Berges in Kleinasien ab, dem Akonitos. Laut der griechischen Sage holte Hercules den Höllenhund Zerberus dort aus der Unterwelt, dem Hades. Aus dem Speichel dieses dreiköpfigen Höllenhunds wuchs schließlich der Eisenhut heran.

Aufgrund seiner Blütenform wird er auch als Sturmhut bezeichnet und gedeiht und wächst in höheren Berglagen, Hochstaudenfluren und feuchten Weiden, vorwiegend in Mittel– und Westeuropa. Er strotzt dort Sturm, Sonne und Frost. In Mitteleuropa sind folgende drei Arten besonders häufig zu finden:

  • der Blaue und Bunte Eisenhut
  • der gelbblühende Wolfs-Eisenhut

Diese verschiedenen Arten haben ihre Blütezeit im Sommer. Im Herbst kann man sich an dem dunklen Blauviolett des Eisenhuts (Aconitum carmichaelii „Arendsil“) erfreuen. Dieser bildet mit seiner späten Blütezeit im September/Oktober das Schlusslicht. Die Blume hat eine rübenförmige Wurzel aus der er seinen Hauptblütenstängel mit traubenförmig aufsitzenden wunderschönen blauen bis blauvioletten Blüten treibt. Sein Blütenkopf erinnert an einen eisernen Helm, den Ritter und Landsknechte im 15. und 16. Jahrhundert trugen – so kam er zu seinem Namen.

Pflegetipps für Eisenhut

Seine beeindruckend schöne Form ließ ihn auch als Schnittblume in die Gärten einziehen. Die Schönheit des Eisenhuts sollte man allerdings mit Vorsicht genießen, denn er ist von hoher Giftigkeit. Deshalb empfiehlt es sich beim Pflanzen, Handschuhe zu tragen, weil schon die Berührung zu Hautreizungen und Taubheitsgefühl führen kann.
Er sollte auf keinen Fall verzehrt werden und nicht in die Nähe von Kindern und Tieren kommen.
Im Gegensatz dazu steht, dass er seit dem Altertum in der Medizin und Homöopathie als Heilmittel verwendet wird. Ihm wird nachgesagt, dass er beruhigend auf Panik- und Erregungszustände wirkt.
In der freien Natur ist es verboten den Blauen Eisenhut zu pflücken, da dieser unter Naturschutz steht. Um sich aber trotzdem an ihn zu erfreuen, kann man ihn im heimischen Garten oder in der Vase bewundern.

Blauer-Eisenhut

Eisenhut-und-Milchstern

Eisenhut Nahaufnahme